Chanson, Swing und Balkanbeats
von Birgit MatuschewskiLes Yeux d’la Tête in der GroovestationAm 24. Mai ab 21.30 Uhr ist die französische Band Les Yeux d’La Tête in der Groovestation in der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt...
von Birgit MatuschewskiLes Yeux d’la Tête in der GroovestationAm 24. Mai ab 21.30 Uhr ist die französische Band Les Yeux d’La Tête in der Groovestation in der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt...
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› von Susann Neidel · Mittwoch, 23. Februar 2011 · Keine Kommentare
An einem heißen Julitag im Jahre anno 2010 inmitten der lebendigen Stadt Dresdens machte ich mich auf den Weg zu einem wundervollen kleinen Café am Rande eines schönen und beliebten Platzes mitten in der bekannten Altstadt. Das Café wovon hier die Rede ist, ist die Schinkelwache. Als Schneise zwischen Zwinger und Semperoper steht dieses Gebäude anmutig als klassischer Bau zwischen den zwei Kulturriesen und begeistert immer wieder Menschen mit seiner Exklusivität und Extravaganz und einem Charme aus vergangenen Zeiten.
Ich ließ mich so dann an einem kleinen Tisch auf der wunderbaren Terrasse des Cafés nieder und bestellte mir als Abkühlung in der nachmittäglichen Hitzewelle einen Golden Ice Espresso. Nur wenige Augenblicke später kehrte das äußerst höfliche Personal zu meiner Wenigkeit zurück um mir meine einzigartige Bestellung mit einem freundlichen Lächeln zu überreichen. Nun sah ich es direkt vor mir stehen. Über dem kleinen runden Glaskelch ragte wie ein Eisberg die seidenweiche Schlagsahne im spiralförmigen Ausmaß über dem Kelch empor. Auf der schneeweißen Oberfläche des Giganten spiegelte sich im Sonnenlicht eine karamellisierte Sauce, die von dem Gipfel beginnend sich ihren Weg hinunter zum schokobraunen Meer bahnte um dort dann in der koffeinhaltigen Flüssigkeit ihr zartes Farbspiel auf der Innenseite des Gefäßes zu präsentieren. Ich nahm so gleich den elegant geschwungenen Löffel in die Hand und strich mit ihm am Rande der Schlagsahnenhaube entlang und genoss die zart süß schmeckende luftige Substanz.
Als nun der weiße Gipfel immer mehr an Größe verlor konnte ich unter ihm eine große gelb leuchtende Form ausmachen. Es war eine Vanilleeiskugel, die eingebettet in den wunderbar duftenden Espresso eine einzigartige Ruhe und Glückseligkeit ausstrahlte. Ich stach daraufhin sanft und behutsam mit dem glänzenden Besteck ein Stück der Kugel ab und tränkte es nochmals in der duftenden Flüssigkeit bevor ich den erstaunlichen Geschmack genoss. Diese Kombination aus einer sanften Süße und einem Hauch von Herber Materie brachten meinen Geschmackssinnen ein wahres Paso Double der in sich konkurrierenden und doch harmonisch abgestimmten Essenzen ein. In diesem Moment fühlte ich mich wahrhaftig königlich und stellte mir vor wie der gesamte sich vor mir befindende Altmarkt um ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurückgedreht wird und eine Hand voll edel gekleideter Herrschaften und Damen über den weiten Platz mit hocherhobenen Hauptes durch den warmen Sommertag schreiten um die Herrlichkeit der monumentalen Umgebung zu genießen und um die melodisch stimmenden Gesänge der Vögel in sich auf zu nehmen. Es war einfach nur faszinierend
wie sich der Geschmack dieses Meisterwerkes in jede Faser meines Körpers ergoss und mir ein wohltuendes Gefühl in alle Sinne vermittelte.
Als ich das Glas nun bis zum Boden geleert und die Rechnung für dieses Kunstwerk hinterließ, machte ich mich daran meinen Weg fortzusetzen. Als ich schon ein Stück weit gegangen war, blickte ich noch einmal zu diesem wunderbaren Café zurück und wusste, dass ich schon bald wieder zurück kehren würde, genau in dieses Café, zu meiner neuen heißbegehrten eiskalten Liebe.
Bildquelle: http://www.restaurants-dresden.de/uploads/RTEmagicC_cafe_schinkelwache_02.jpg.jpg