Chanson, Swing und Balkanbeats
von Birgit MatuschewskiLes Yeux d’la Tête in der GroovestationAm 24. Mai ab 21.30 Uhr ist die französische Band Les Yeux d’La Tête in der Groovestation in der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt...
von Birgit MatuschewskiLes Yeux d’la Tête in der GroovestationAm 24. Mai ab 21.30 Uhr ist die französische Band Les Yeux d’La Tête in der Groovestation in der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt...
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› von Birgit Matuschewski · Samstag, 11. Juni 2011 · Keine Kommentare
Von Birgit Matuschewski
Zwillingsbrunnenanlage auf dem Albertplatz lädt zum Verweilen ein
Obwohl der meteorologische Sommeranfang noch auf sich warten lässt, ist der Sommer in der Stadt längst da. Und wo lässt es sich am besten aushalten? Vielleicht an einem der 156 Brunnen und Wasserspiele, die in ganz Dresden zu finden sind. Das Wasser, ob nun als Fontäne, als Gischt, plätscherndes Rinnsal oder Becken, zieht die Menschen magisch an, sich in seiner Nähe niederlassen, um zu verweilen und Erfrischung zu suchen. Zwei der berühmtesten Brunnen in der sächsischen Hauptstadt ist die Zwillingsbrunnenanlage „Stille Wasser“ und „Stürmische Wogen“ auf dem Alberplatz in der Neustadt.
Sie wurde von 1883 bis 1894 vom Bildhauer Robert Diez (1844-1922) geschaffen, von dem auch der Gänsediebbrunnen in der Weißen Gasse stammt. Um 1875 gab es auf dem Albertplatz bereits zwei einfache runde Brunnenbecken. 1879 schrieb der Rat der Stadt einen Wettbewerb für plastischen Schmuck für beide Brunnenbecken aus. Robert Diez war einer der drei Preisträger. Nachdem er 1883 seine Modelle der beiden Brunnenplastiken eingereicht hatte, erhielt er schließlich Weihnachten 1883 vom Dresdner Stadtrat den Auftrag, die beiden monumentalen Plastiken herzustellen. Die Dr.-Güntz-Stiftung stellte dafür eine Summe von 60.000 bis 80.000 Mark zur Verfügung. Gegossen wurden die Plastiken in der Kunst- und Glockengießerei C. Albert Bierling. Nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1894 belief sich die Summe für die Herstellung auf 325.000 Mark, also ein Vielfaches der zur Verfügung gestellten Geldmittel. Trotzdem stimmte der Stadtrat von Dresden als Verwalter der Dr. Güntz-Stiftung der Ausgabe zu, was die zeitgenössische Deutsche Bauzeitung als eines der seltensten und bemerkenswertesten Beispiele künstlerischen Hochsinns lobte. „Mit diesen Brunnen ist Dresden um zwei Kunstwerke bereichert worden, welche lautes Zeugnis ablegen für den Abschluss der Periode künstlerischer Stagnation, in der das sächsische Elbflorenz ungeachtet seiner großen künstlerischen Vergangenheit lange Zeit gefangen lag.“ Auch von anderen Presseorganen dieser Zeit, wurde die beiden Brunnen als bedeutende Werke der Monumentalplastik bezeichnet. Sie stellte sie in die Reihe mit den Vier Tageszeiten von Johannes Schilling auf der Brühlschen Terrasse.
Obwohl die Brunnen bei der Bombardierung Dresdens keinen Schaden davon trugen, wurde die Brunnenplastik „Stürmische Wogen“ abgebaut und eingelagert, um an ihrer Stelle am 25. November 1945 in der Brunnenschale ein sowjetisches Ehrenmal zu errichten. Viele Jahre bemühten sich Künstler und Denkmalpfleger darum, den Brunnen an seinen alten Standort zurückzubringen. Aber erst 40 Jahre später erteilte der Rat der Stadt einer Werkstatt den Auftrag, die vorhandenen Brunnenteile wieder zusammenzusetzen. Die verlorenen Stücke wurden 1989 von Bildhauer Wilhelm Landgraf nachmodelliert. Im Juli 1994 konnte die Brunnenplastik „Stürmische Wogen“ am Albertplatz wieder montiert werden. Am 31. August 1994 überspülte die Plastiken endlich wieder Wasser. Das Becken und die Wasseranlage des Brunnens „Stille Wasser“ auf der anderen Seite waren bereits 1993 erneuert worden.
Der Brunnen „Stille Wasser“ an der Ostseite des Albertplatzes und „Stürmische Wogen“ an der Westseite sind in ihrem Grundaufbau identisch. Das runde Granitbecken hat einen Durchmesser von 18 Metern und die große Steinschale darin ist 7,20 Meter groß. In ihr trohnt auf erhöhtem Sockel die Brunnenplastik. Über kurzem Schaft mit figürlichem Schmuck erhebt sich mittig in rund fünf Metern Höhe wiederum eine Brunnenschale mit einem Durchmesser von fünf Metern. Bei den „Stürmischen Wogen“ stellte der Bildhauer stürmisch bewegte Tritonen und mit Seeungeheuern und Kraken kämpfende Meermänner dar. „Stille Wasser“ hingegen zeigt anmutig und friedlich beisammen sitzende Meerjungfrauen, Najaden und schlafende Putten. Die Plastiken bestehen aus Bronze, die inzwischen mit grüner Patina überzogen ist. Beide Brunnen bieten ein vielfältiges Wasserspiel, bei dem aus der obersten Wasserschale eine Fontäne rund zwei Meter in die Höhe steigt und sich in die Wasserschale ergießt. Von ihr läuft das Wasser in die mittlere Brunnenschale, wobei die Figurengruppen am Schaft in einen Wasserschleier eingehüllt werden, was wie ein Wasservorhang anmutet. Vom Rand des Hauptbeckens gehen 56 in gleichmäßigem Abstand voneinander liegende Wasserstrahlen in das mittlere Becken. Nachts werden beide Brunnen beleuchtet und bieten ein farbenprächtiges Schauspiel.