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Surreales als Spiegel der Realität

› von Isabella Gasser · Mittwoch, 22. Juni 2011 · Keine Kommentare

„Ich biete dem Betrachter Begegnungen mit meinen surrealistischen Tagträumen, die mir allgegenwärtig sind.“ Sven Bohmeyer, Maler und Architekt aus Dresden, beschreibt mit diesen Worten seine Werke. Diese Welten faszinieren und regen zum Nachdenken an.

Besonders an seiner Kunst ist das Material, auf dem die Bilder entstehen. Mit einer Kaltnadel oder Glasfaserstift schafft Sven Bohmeyer auf Aluminium Beeindruckendes. Doch auch auf der Leinwand mit wenigen ausgewählten Farben entstehen sagenhafte Kunstwerke. Scharfe, prägnante Linien und harte Konturen lassen die Bilder teilweise kühl und aggressiv wirken, gleichzeitig jedoch sehr feingliedrig und filigran. Feine Formen und Muster machen die dargestellten Objekte plastisch. Die somit erreichte Dreidimensionalität zerfließt nach außen in Ungreifbares, Zweidimensionales. „Ich versuche, die dargestellten Objekte zu entmaterialisieren“, erklärt Sven Bohmeyer. Der Betrachter findet auf diese Weise Halt im Bild und verliert sich nicht im Raum, der schier endlos erscheint. Die Komplexität der Formen wird somit aufgelöst. Diese Kombination aus anschaulichen Objekten, der Darstellung in 2D und dem Eindimensionalen in Linie und Struktur lassen den Betrachter immer wieder Neues entdecken. Durch verschiedene geometrische Figuren entsteht in den Bildern eine gewisse Eigendynamik und eine vorantreibende Form. So technisch sie wirken, so ästhetisch und harmonisch sind sie zugleich.

Es sind nicht nur Tiefe und Form, die die Bilder prägen. Inhaltlich wecken sie Interesse, weil keine eindeutige Interpretation des Dargestellten möglich ist. „Der Inhalt meiner Werke und die aufgegriffenen Themen in den Bildern sollen dem Betrachter neue Räume, Sichtweisen und Dimensionen eröffnen“, sagt Sven Bohmeyer. Der Betrachter solle nicht der Intention des Künstlers auf den Grund kommen, sondern für sich persönlich etwas daraus mitnehmen. Viel zu oft versucht man verbissen, die eine Wahrheit zu finden, dabei gibt es in der Kunst oft mehrere individuelle.

Die Bilder sind teilweise antithetisch aufgebaut, so wie das Leben auch. Es gibt immer Positives und Negatives. Die beiden Seiten stellt der Künstler metaphorisch dar. Bestimmte Symbole verkörpern das Gute, wie zum Beispiel eine Blüte, Maschinelles hingegen steht eher für Grobes, Eigefahrenes, Eintöniges und Tristes. Im Allgemeinen schreibt Sven Bohmeyer der Kunst die Aufgabe zu, die Welt widerzuspiegeln.  Persönliche Erfahrungen oder bloßes Wahrnehmen der Umwelt können dem Betrachter eigene, individuelle Lösungen offenbaren.
Der Künstler macht sich mit jedem neuen Bild auf die Suche nach einem bestimmten Gefühl und stellt dieses visuell dar. Dabei müssen die Formen stimmig enden, damit die Harmonie bestehen bleibt. Ständig ist der Künstler auf der Suche nach Ausgewogenheit, fällt es bei manchen Themen auch noch so schwer. Die Arbeiten sollen genau dann Kraft geben und Lösungsansätze bieten.

Sven Bohmeyers Bilder sind ein Spiegel der Welt. Sie sollen zum Überlegen anregen, teilweise zum Handeln und Verändern. Seine Malerei ist die Versinnbildlichung von inneren Gefühlsregungen. Gleichzeitig beeindrucken Form und Figur, die in verschiedenen Dimensionen, 2D und 3D, aufeinandertreffen. Lassen Sie sich auf diese Welten ein und genießen Sie ihre Wirkung.

Eine Auswahl von Sven Bohmeyers Bildern sind beispielsweise im neuen MeTeOr der TU Chemnitz ab September zu sehen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der folgenden Internetseite: sb@blickreiz.info
oder telefonisch: 0162 91 30 979

-blickreizatelier- Sven Bohmeyer    
Lößnitzstraße 14  
01097 Dresden  

Text: Isabella Gasser

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