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Die Sache mit den guten Vorsätzen

› von Birgit Matuschewski · Donnerstag, 02. Februar 2012 · Keine Kommentare

Foto: Benjamin Thorn, pixelio.de<br />

 Leben Sie noch oder ändern Sie sich schon?

Das Jahr ist gerade erst ein paar Tage alt und Sie haben Ihre guten Vorsätze schon ad acta gelegt? Machen Sie sich keine Sorgen, damit sind Sie nicht allein. Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal schrieb bereits vor über 450 Jahren: „Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.“ Das heißt, nicht erst seit dem Mittelalter plagen sich unsere Vorfahren damit herum, im neuen Jahr alles anders zu machen. Sie haben gar keine neuen Vorsätze gefasst? Auch das ist in Zeiten von Google, Facebook und Twitter kein Problem mehr. Geben Sie einfach „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ in die größte Suchmaschine der Welt ein und sie landen beim Goethe-Institut. Ja, Sie haben richtig gelesen. Der gemeinnützige Verein in München mit dem Namen unseres großen deutschen Dichterfürsten stellt allen, die noch keine guten Vorsätze haben, eine kreative Schreibaufgabe. Dabei kann jeder, der Lust hat, seine eigene Liste der guten Vorsätze erstellen. Selbstverständlich gibt es gratis ein Beispiel dazu.

 Wollen Sie zum Beispiel abnehmen, weniger Stress haben, mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren, so teilen Sie das mit vielen anderen. Nur Schuhe kaufen, die wirklich passen, trifft allerdings nur auf 48 Prozent der Deutschen zu, nämlich die Frauen. Weihnachtsgeschenke nicht erst im Dezember kaufen, kommt sicherlich für Männer und Frauen gleichermaßen in Frage. Wobei für Männer der Vorsatz umformuliert werden müsste in Weihnachtsgeschenke nicht erst am Heiligen Abend kaufen. Herausbekommen, wie man Falk-Stadtpläne patent zurückfaltet, kann wohl mehr frommer Wunsch als Vorsatz sein. Nicht mehr bei Rot über die Straße gehen, wenn Mütter mit kleinen Kindern in der Nähe sind, ist im Sinne unseres großen Pädagogen Friedrich Fröbel. Den kennen sie allerdings in anderen Ländern nicht, wo wir Deutschen uns zum Affen machen, wenn wir an einer roten Ampel stehen bleiben. Zum Zahnarzt gehen dagegen ist eine echte Herausforderung. Jeder Zehnte in Deutschland leidet an einer Dentalphobie, so dass er nicht mal bei großen Schmerzen eine Praxis aufsucht. Da hilft auch das Argument nicht, dass bei regelmäßiger Kontrolle Schmerzen gar nicht erst aufkommen. Sie sehen, die Liste der Vorsätze kann lang sein und Prioritäten werden unterschiedlich gesetzt. Sicherlich liegt nicht mehr Big Brother oder Richterin Barbara Salesch gucken, nicht auf dem gleichen Level wie nie mehr zu lügen oder Angst zu haben. Obwohl einem vom Fernsehprogramm schon Angst und Bange werden kann.

 Ein Heer von Psychologen rät uns jedes Jahr aufs Neue, wie wir mit unseren guten Vorsätzen umgehen sollen. Das reicht von Ziele in klare Worte fassen, sich kleine Belohnungen gönnen bis Misserfolge einplanen. Wenn Sie also abnehmen wollen, reicht nicht der Wischi-Waschi-Vorsatz, fünf Kilo zu verlieren, sondern genau zu planen wie und wann. Zum Beispiel mit Pilates, Zumba oder Basenfasten. Jetzt fragen Sie vielleicht, was ist das denn? Pilates ist ein spezielles Ganzkörpertraining zur Stärkung der Tiefenmuskulatur, primär für Beckenboden, Bauch und Rücken und ist nach Joseph Hubert Pilates benannt. Wohingegen Zumba ein von

lateinamerikanischen Tänzen inspiriertes Tanz-Fitness-Programm ist, das vor allem eins macht, nämlich gute Laune. Fragen Sie in Ihrem Fitnessstudio! Pilates und Zumba werden inzwischen vielerorten angeboten und von den Krankenkassen als Präventionsmaßnahme anerkannt. Das heißt mit speziellen Gesundheitsgutscheinen werden die Teilnahmegebühren für die Kurse erstattet. Ja und mit Basenfasten sind sie einfach nicht mehr sauer. Gerade nach den üppigen Tagen zum Jahreswechsel ist das Säure-Basen-Gleichgewicht unseres Körpers arg zum Sauersein verschoben. Mit dem großen Kochbuch von Sabine Wacker können Sie gesund abnehmen, entschlacken und satt werden. Versprochen, ich hab es ausprobiert. Alle guten Dinge sind drei, hatte ich mir Ende 2010 gedacht und es ein Jahr später geschafft. Denn die Reflektion über sich selbst ist ein erster Schritt, um Dinge auch wirklich zu ändern. Wenn Sie es nicht auf Anhieb schaffen, nicht verzweifeln, denn genau genommen bieten sich im nächsten Jahr wieder 365 Chancen. Silvester ist dafür im Prinzip nicht besser oder schlechter als irgendein anderer Zeitpunkt.

Text: Birgit Matuschewski

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