Chanson, Swing und Balkanbeats
von Birgit MatuschewskiLes Yeux d’la Tête in der GroovestationAm 24. Mai ab 21.30 Uhr ist die französische Band Les Yeux d’La Tête in der Groovestation in der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt...
von Birgit MatuschewskiLes Yeux d’la Tête in der GroovestationAm 24. Mai ab 21.30 Uhr ist die französische Band Les Yeux d’La Tête in der Groovestation in der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt...
Dresdner Straße 178
01705 Freital
www.grimm-zahnarztpraxis.de
› von Birgit Matuschewski · Montag, 13. Februar 2012 · Keine Kommentare
Kann es auf der Elbe auch so etwas wie die legendäre "Elfstedentocht" in den Niederlanden geben? Das heißt, friert der Fluss so zu, dass man darauf Schlittschuh laufen kann. Die Elfstedentocht (Elf-Städte-Tour) ist ein nationaler Mythos in Holland. Das bedeutendste Natureis-Langstreckenrennen im Eisschnelllauf kann nur in strengen Wintern durchgeführt werden, weil das Eis mindestens eine Dicke von 15 Zentimetern haben muss. Die Tour der Touren in der niederländischen Provinz Friesland findet auf zugefrorenen Kanälen, Flüssen und Seen entlang der elf friesischen Orte mit historischem Stadtrecht statt und zieht bis zu 17.000 Läufer und 1,5 Millionen Zuschauer an. Seit der ersten Elfstedentocht im Jahre 1909 allerdings konnte sie nur fünfzehnmal stattfinden.
Die Elbe in Dresden ist wie Gemälde und historische Fotos belegen auch schon einige Male zugefroren. Dann gibt es ähnlich wie beim holländischen Eisspektakel ein riesiges Volksfest auf der Elbe. Jeder möchte sie, die sonst je nach Wasserstand zwischen drei und sechs Kilometer pro Stunde durch die Stadt fließt, zu Fuß überqueren. Die Oberfläche der Elbe friert nur in strengen Wintern komplett zu. Dazu müssen mindestens zehn Tage lang hintereinander Minustemperaturen herrschen. Legendär sind die Fotografien von Walter Hahn, der den Winter 1928/29 für die Nachwelt dokumentiert hat, als zahlreiche Dresdner in der Höhe der Augustusbrücke auf der Elbe spazieren gingen. In diesem Winter lag die Temperatur längere Zeit weit unter minus 20 Grad. Die absolute Tiefsttemperatur wurde am 11. Februar 1929 mit minus 30,5 Grad Celsius gemessen. Dadurch war die Elbe bis zur Mündung zugefroren. In den vergangenen hundert Jahren war die Elbe dreimal zugefroren. 1912, 1929 und 1963 floss der Fluss unter einer dicken Eisdecke entlang. Das letzte Mal konnten die Dresdner 1963 die gefrorene Elbe überqueren. Eisschollen schieben sich des öfteren in kalten Wintern auf der Elbe zusammen. Besonders viel Eisgang gab es auch in den strengen Wintern 1947, 1979 und 1987.
Seit Anfang Februar musste in diesem Jahr durch die anhaltend tiefen Temperaturen der Schiffsverkehr auf der Elbe eingestellt werden. Dass eine Dresdner Elfstedentocht möglich wird, ist nicht anzunehmen, denn die nächsten Tage soll es wieder wärmer werden. Aber der Winter ist noch längst nicht zu Ende.
Bildtext:
Schön sieht er aus der Winter in unserer Stadt.
Fotos: Pieter Pottgieter