Waren Sie schon mal das schwarze Schaf in Ihrer Familie oder auf Ihrer Arbeit? Also ich schon. Irgendwie war ich immer anders als die anderen, wollte nie das Gleiche wie alle, habe eigene Ziele verfolgt und meinen Willen durchgesetzt. Das war nicht immer einfach, hat aber letztendlich immer etwas Gutes bewirkt. Manchmal erst, wenn ich schon lange an einem anderen Ort war. Das sprichwörtliche schwarze Schaf ist ein dialektisches Muss, um die Gruppe voranzubringen. Das hat der Mensch mit dem Tier gemeinsam. › Weiterlesen
Kein Geringerer als der Evolutionstheoretiker Charles Darwin sagte einmal: „Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.“ Recht hat er gehabt. Allerdings ist inzwischen erwiesen, dass es noch mehr Menschliches im Tier geben muss. Immer wieder erreichen uns Nachrichten über Tiere, die menschliche Züge, Eitelkeiten oder Verhaltensweisen an den Tag legen, die wir zunächst nicht glauben können. › Weiterlesen
Jüngst stieß ich in einem Roman auf einen interessanten Gedanken. Was nicht so verwunderlich ist, denn immerhin liest der Mensch nicht nur zur schnöden Unterhaltung, sondern auch um sich zu bilden. Aber auch hier ist unser Leben in einem großen Wandel begriffen. Hatten Bücher früher in erster Linie einen Bildungsauftrag, geht es heute oft nur um Auflagenzahlen und damit um Gewinn. Auf eine Art ist es sehr erfreulich, dass das Genre Buch noch nicht ausgestorben ist. › Weiterlesen
Das Jahr ist gerade erst ein paar Tage alt und Sie haben Ihre guten Vorsätze schon ad acta gelegt? Machen Sie sich keine Sorgen, damit sind Sie nicht allein. Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal schrieb bereits vor über 450 Jahren: „Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.“ Das heißt, nicht erst seit dem Mittelalter plagen sich unsere Vorfahren damit herum, im neuen Jahr alles anders zu machen. Sie haben gar keine neuen Vorsätze gefasst? › Weiterlesen
Haben Sie auch immer mal wieder einen Ohrwurm? Ein Lied, einen Schlager, eine Melodie, die Ihnen den ganzen Tag in den Ohren klingt? Als ich vor kurzem mit dem Fahrrad an einem Kornfeld vorbeifuhr, dass von einem Meer aus blauen Kornblumen durchsetzt war, kam mir gleich „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews in den Sinn. Und schon musste ich das Lied laut singen, wobei mich zum Glück niemand hörte. Nicht weil ich nicht singen kann, sondern eher deshalb, weil sich viele Leute, insbesondere meine Tochter, entsetzt zeigen würden, dass ich den Text weiß. › Weiterlesen
Mit großen Augen schaut Pierre mich an, schüttelt den Kopf und sagt mit seinem französischen Akzent: „Das ist schwer zu verstehen für mich!“. Warum heißt das französische Wort für Gesicht „figure“ und warum wird das deutsche Wort Figur im Französischen mit „silhouette“ übersetzt? Seit ich den jungen Belgier, der hier in Deutschland arbeitet, in deutscher Sprache unterrichte, fragt er mich oft, warum dies und jenes gerade so heißt. Dabei musste ich meistens passen, weil ich für gewöhnlich meine Muttersprache nicht hinterfrage. Allerdings war die Antwort: „Das ist halt so!“ auf Dauer auch ermüdend und mir zunehmend peinlich. Deshalb musste ich hier Abhilfe schaffen. › Weiterlesen
Kennen Sie das? Ihr Kind stellt Ihnen eine Frage und Sie sind erst einmal total baff, wie es darauf kommt? Und das zweite Mal sind Sie es, wenn Sie selber die Antwort nicht wissen. Und eventuell auch ein drittes Mal, denn eigentlich wüssten Sie das auch gern. Kinder haben ja ein unerschütterliches Vertrauen in uns Erwachsene und halten uns für allwissend. Aber manchmal müssen wir einfach passen und ihnen ein schlichtes „Das weiß ich nicht“ antworten. Oft bedenkt uns dann unser kleiner Fragegeist mit einem ungläubigen Blick. › Weiterlesen
Endlich liegt er in der Luft, der Frühling. Die Sonne scheint heller. Die Vögel zwitschern um die Wette. Wie jedes Jahr erfreuen wir uns an dem Naturwunder, genießen es wieder mehr an der Luft zu sein und die Mäntel, Jacken und Mützen im Schrank zu verstauen. Also ich konnte ihn nicht mehr sehen, meinen Wintermantel. Auch wenn er mit seinem schwarz-weißen Pepitamuster noch so trendy aussieht. › Weiterlesen
Haben Sie auch schon von dem Gerücht gehört, dass die letzte Ziffer auf unserem Personalausweis angibt, wie viele Personen in Deutschland den gleichen Namen tragen? Also ich bekam vor kurzem eine SMS, ich solle doch mal nachschauen, welche Zahl bei mir als letztes nach den sieben Kleiner-als-Zeichen steht. Ohne zu wissen, worum es ging, schaute ich nach und da stand eine 6. Dann gibt es außer Dir noch fünf andere Birgits Matuschewskis, bekam ich zur Antwort. Wirklich? Wozu soll das gut sein? Damit die Beamten gleich wüssten, dass der Ausweisträger nicht einmalig ist, die weitere Erklärung. › Weiterlesen
„Man irrt, wenn man glaubt, dass Schenken eine leichte Sache sei.“ Nun, in diesem Fall kann ich dem römischen Philosophen Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.) nur zustimmen. Meine Eltern hatten es wahrlich nicht leicht mit mir, als ich ein Kind war. Bekam ich etwas geschenkt, was so gar nicht meinen geheimen Wünschen entsprach, bin ich auch schnell mal in Tränen ausgebrochen. › Weiterlesen